Morgen ist der Tag nach gestern
Rezensionen zu "Morgen ist der Tag nach gestern"
Während Jan Costin Wagner schon als literarischer Star durchgeht, gilt Mechtild Borrmann noch als Nobody. Das wird sich ändern, denn ihr zweiter Krimi »Morgen ist der Tag nach gestern« zeigt ein außergewöhnliches Talent für anspruchsvolle Spannungsliteratur. (...) ...Die 47-jährige Bielefelderin versteht es, Situationen, Schauplätze und Gefühle der Protagonisten so zu schildern, dass vor dem geistigen Auge des Lesers ein Film abläuft, der keine Pause zulässt. Dabei genügen ihr wenige Worte, die Phantasie zum Weiterspinnen des nur Angedeuteten anzuregen ....
aus
Ulrich Kroegers Krimitipp
Die Krimikolumme 10/07
Während Andrea Maria Schenkels "Kalteis" die Bestsellerliste hochschießt, hat eine andere Autorin gerade einen ähnlich feinen, kleinen Krimi vorgelegt. (...) ...Borrmann ist ihrer Kollegin darin ähnlich, dass sie allem Wälzerüberfluss und allem Chichi entsagt - sprachlich und inhaltlich.
aus
Frankfurter Rundschau
sy
Man vermisst sie manchmal, die solide gearbeiteten Kriminalromane, denen nicht jedes vertraute Muster gleich zum Versatzstück gerät. Mechtild Borrmanns zweiter Krimi „Morgen ist der Tag nach gestern“ besticht durch die Disziplin, mit der eine Geschichte dramaturgisch und sprachlich nach bekannten Regeln erzählt wird – und genau dadurch angenehm überrascht.
…Es werden Geschichten erzählt, Geschichten von Menschen in Extremsituationen, doch weder der Wahn noch die Verzweiflung schlingern dabei plakativ ins Sensationelle. Eine schöne Volte am Ende sorgt zudem dafür, dass die eigentlich klaren Fronten von Opfer und Täter verschwimmen – auch das weitab üblicher Schemata à la „Alle Täter sind auch irgendwie Opfer“ etc.
…Summa: Borrmanns Roman gehört zu den erfreulichsten Produkten der diesjährigen heimischen Krimiproduktion. Erzählökonomisch effektiv, stil- und handlungssicher.
Aus „Watching the detectives“
von dpr
...In Morgen ist der Tag nach gestern – dem zweiten Roman der Autorin – macht Mechthild Borrmann einfach alles richtig. Sie erzählt ökonomisch und mit viel Gespür für ihre Figuren und deren Lebenswelten, wählt eine Erzählstruktur, die zwar nicht neu ist, die sie aber perfekt ausfüllt, und sie meistert ein schwieriges Thema, ohne Schwermut zu verbreiten oder auch nur einmal über einfältige Muster zu straucheln. Ein gutes Buch von einer Autorin, bei der man sich auf kommende Romane freuen darf.
aus "Titelmagazin"
von Frank Rumpel
....Gekonnt führt die Autorin diese Fäden in einem überraschenden Finale zusammen. Bücher wie dieses beweisen, dass der heimische Kriminalroman durchaus ein respektables Niveau erreichen kann, ohne in skandinavischer Manier durch schieren Umfang Literarizität zu signalisieren. Und das ist ein gutes Zeichen.
Aus "Am Erker"
von Joachim Feldmann